Pia Graf - dipl. Tai Chi-Lehrerin SGQT
Entstehung des Tai Chi: Legende und Geschichte
 
Tai Chi ist eine alte chinesische Bewegungskunst, Gesundheitsübung und Meditation.

Über die frühe Geschichte des Tai Chi ist wenig bekannt, weil keine schriftlichen  Überlieferungen vorhanden sind. Tai Chi wurde nur an einen oder zwei Schüler weitergegeben und meistens waren diese verwandt oder gut befreundet. Aus diesem Grunde gibt es viele Legenden.
 
Mit Sicherheit kann man sagen, dass Tai Chi auf den drei wichtigen Strömungen chinesisch-taoistischer Kultur aufgebaut ist: Medizin, Kampfkünste und Religion/Philosophie.
 
Die erste Schrift über Tai Ji Quan wird dem Taoisten Chang San Feng
zugeschrieben. (Ende der Sung-Dynastie, ca. 1127-1279) Chang San Feng gilt für die meisten als Begründer des Tai Ji Quan.
Chang San Feng hielt sich in den Bergen auf, als er den Angriff eines Falken auf eine Schlange bemerkte. Er beobachtete, wie die Schlange den geraden Angriffen immer wieder mit kreisförmigen Bewegungen des Kopfes auswich und bis zum Angriff in völliger Ruhe verharrte. Da verstand Chang San Feng plötzlich die Prinzipien von yin und yang. Er formte daraus eine neue Kampfkunstform, Tai Ji Quan, basierend auf diesem Verständnis, und lehrte die Form den taoistischen Mönchen in den Wudang Bergen.
 
 
 
 
 
Geschmeidig wie ein Kind,
kräftig wie ein Holzfäller
und gelassen wie ein Weiser.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Schweizerische Gesellschaft für Qi Gong und Taijiquan