Tai Ji Quan
Das Tai Ji Quan (Tai Chi Ch'uan) wird abgekürzt auch Tai Chi genannt.
Quan bedeutet die Faust und wird einfachhalber oft weggelassen.
Tai Chi ist eine aus der Selbstverteidigung entstandene Bewegungskunst, Meditation und Gesundheitsübung. Sie besteht aus einer Abfolge von fliessenden, meist langsam ausgeführten Bewegungen, der sogenannten Form.
Tai Chi heisst wörtlich übersetzt "Firstbalken" oder "das Höchste Letzte". Auch wird Tai Chi die Mutter von yin und yang genannt.
Durch das Ausüben von Tai Chi verstärken wir den Energiefluss,
verbessern unsere Körperwahrnehmung, unsere Haltung und unsere Atmung.
Gleichzeitig wird die Ausgeglichenheit und innere Ruhe gefördert.
Wie ist der Yang-Stil entstanden?
Die älteste Stilart des Tai Chi Ch'uan ist der Chen-Stil, der jedoch nur innerhalb der Familie gelehrt wurde.
Yang Luchan (1799-1872) hatte als Aussenstehender keine Chancen, unterrichtet zu werden. Als Diener in einer berühmten Chen-Familie konnte er die Übenden über Jahre beim Tai Chi Ch'uan beobachten. Yang Luchan übte im Geheimen, bis eines Tages die Chen-Schüler mit blossen Händen Holz spalten sollten. Keiner konnte es, worauf Yang Luchan bat, es probieren zu dürfen und ihm gelang es. Daraufhin musste er sich allen Schülern im Zweikampf stellen und auch da gewann er. Der Meister war beeindruckt und nahm ihn als Schüler auf.
Yang Luchan wollte sein Tai Chi Ch'uan wieder an den ursprünglichen Prinzipien der klassischen Schriften ausrichten. Er gründete den Yangstil und führte den Grundsatz der sanften, fliessenden Bewegung wieder aus, im Gegensatz zum Chen-Stil, welcher mit unterschiedlichen Geschwindig-keiten, hohen Sprüngen und schnellen Drehungen ausgeführt wird.
Yang Luchan war der erste, der Tai Chi Ch'uan öffentlich unterrichtete.
Schweizerische Gesellschaft für Qi Gong und Taijiquan